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28x26px-Home  Details zum Buch: Der Todesflug der Germanwings    

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Die letzten Minuten des Germanwings-Fluges 
Barcelona - Düsseldorf vom 24.3.2015

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Was passierte in den letzten Minuten?
War es so, wie eine grosse deutsche Tageszeitung schrieb, dass die Passagiere voller Todesangst und schreiend durch die Gänge irrten? Oder gab es Freiwillige, die zusammen mit dem Piloten versuchen, die Tür zum Cockpit zu öffnen? Und warum griffen die Computer des Flugzeuges, die durchaus in der Lage sind, das Flugzeug eigenständig zu lenken, nicht ein?

Gibt es ein Video von einem Mitreisenden, der die letzten Minuten und Sekunden aufzeichnete, welches aber bisher von den untersuchenden Behörden nicht, oder nur in Teilausschnitten, veröffentlicht wurde?

All diese Fragen sowie Portraits vieler Fluggäste und Schüler einer Schülergruppe aus Haltern und ihrer Lehrerinnen werden in dieser Reportage ausführlich beschrieben. Dieser Bericht liest sich so spannend wie ein Thriller - er lässt aber auch Raum für Hoffnung und Zuversicht.

Das Buch mit 300 Seiten erscheint am 1.3.2019
zum 4-jährigen Tag des Absturzes.
Bestellung 12,- nur über Internet,
Email: todesflug@klick123.de
Presse-Vorabveröffentlichungen können ab sofort bestellt werden.

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Hinweis:
die Schweiz verzichtet auf das SZ; wir schliessen uns dem an
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Der Todesflug der Germanwings
Auf der Suche nach der Wahrheit

Unendlich lang ist die Zeit der Vergangenheit
und auch die der Zukunft;
nur die Zeit der Gegenwart ist begrenzt.

Zenon von Elea (430 vor Christus)banner-2a-200px

Auszüge aus dem Roman:

Kapitel 1
Der Airbus der Germanwings ist 24 Jahre alt. Er hat mehr als 46.000 Flüge absolviert bei rund 58.000 Flugstunden, seine Herstellernummer lautet 0147 und das Luftfahrtkennzeichen D-AIPX. Es wurde überwiegend auf Kurzstrecken eingesetzt. Im Schnitt betrug die Dauer der Flüge weniger als zwei Stunden. Angetrieben wird es von zwei Triebwerken vom Typ CFM56. Das Flugzeug wurde von der Lufthansa im November 1990 in Dienst gestellt und im Januar 2014 von der Germanwings übernommen. Im Sommer 2014 gab es den letzten C-Check und die letzte Routinekontrolle erfuhr das Flugzeug am 23.März 2015 durch die Lufthansa-Technik. Behoben wurden u.a. Probleme an der Bugfahrwerksklappe in Düsseldorf.
Der Flug von Barcelona nach Düsseldorf hat die Nummer 9525, die Flugnummer ist 4U9525 und das Rufzeichen der Maschine lautet GWI8G. Das Flugzeug kam um 8.57 Uhr aus Düsseldorf angeflogen und sollte um 9:35 Uhr wieder abfliegen. Es kam jedoch zu einer Verzögerung. Wäre diese Verspätung nicht erfolgt, hätte ein Mädchen der deutschen Reisegruppe, Henriette, die ihren Ausweis bei den Gasteltern vergessen hatte, diesen Flug verpasst.

Kapitel 9 - Es ist 10:32 Uhr.
Im vorderen Teil des Flugzeuges sitzt Ritchi. Er ist die ganze Nacht unterwegs gewesen. Er kommt aus Karachi. Pakistan ist eines der Länder, die offiziell Mohn anbauen dürfen. Mohn ist der Grundstoff, aus dem Opium gewonnen wird. Auch heute noch wird Opium angebaut, aber diese Grundsubstanz wird veredelt. Es entsteht daraus das hochbegehrte Morphium. Und auch das Heroin, welches nicht mehr von Bayer offiziell verkauft wird. Aber es wird von Mexiko aus lastwagenweise in die USA gebracht. Jetzt machen Mexikaner den Profit, den Bayer ein Jahrhundert lang hatte. Aber keine Angst: irgendwoher müssen die Hersteller von Heroin ja noch das Know How und die Laboreinrichtungen kaufen. Gibt es die immer noch über Bayer?

Kapitel 19
Sandra sitzt in Reihe 26.
Sandras Mutter ist in jungen Jahren an Krebs gestorben. Sandra wurde, so sagte der Vater, von der Kürze des Lebens ihrer Mutter verfolgt. Sandra wollte viel und immer mehr von der Welt sehen. Auch ihre Verbindung zu Spanien gehört mit dazu. In dieses wunderschöne Land, in welches sie sich als Studentin verliebt hatte, wollte sie immer wieder zurück und organisierte auch diesen Schüleraustausch. Sandras Neugier und ihr freundliches Wesen fanden viel Zuspruch. Sie wollte Berge erklimmen und weite Reisen unternehmen; dann aber auch wieder ausspannen und lange Spaziergänge durch die Natur unternehmen. Und sie war sehr an religiösen Themen interessiert, an der Spiritualität aller Wesen untereinander und sie suchte oft eine Verbindung zu ihrer früh verstorbenen Mutter.
Und sie liebt es, sich zu entspannen. Allerdings kann sie sehr wankelmütig reagieren, wenn äussere Störfelder auf sie einprasseln. Und Störfelder sind in diesem Augenblick einige Schüler, die herüberrufen und wissen wollen, was los ist. Sie schüttelt sich einen Augenblick und mahnt sich zur Ruhe. Dann setzt sie sich auf ihren Knien aufrecht in den Sitz und dreht sich zu den hinteren Sitzreihen um. Sie ist schon viele Male geflogen und weiss, dass es beim Fliegen auf- und abwärts gehen kann: die Piloten müssen Unwettern ausweichen, Stürmen und auch anderen Flugobjekten.

Kapitel 23
Eine der Nachfolgerinnen der East-India-Company, die nach einer synthetischen Form des Opiums suchte, war die deutsche Firma Bayer. Sie entwickelte ein synthetisches Aquivalent zum Opium, welches sich leicht herstellen liess und sich gut vermarkten konnte. Der Chemiker Felix Hoffmann entwickelte dazu ein Verfahren zur Synthese von Diacetylmorphin; es wurde 1896 unter dem Markennamen Heroin patentiert. Die Umwandlung der Grundstoffe zur Heroinherstellung erfolgte aus dem weissen Saft der Mohnkapsel. Im ersten Arbeitsgang wird das Rohopium und die folgende Morphinbase mittels Essigsäureanhydrid zu einer Heroinbase umgewandelt. Mit weiteren Lösungsstoffen wie Aceton und Salzsäure entsteht das Heroinchlorid, ein farbloses, kristallähnliches Salz.

Kapitel 26
Petra
Petras Gedanken bewegen sich zwischen dem Erlebten und dem Kommenden. Dazwischen hört sie immer wieder das Summen der Triebwerke. Sie drehen sich in hoher Drehzahl und treiben das Flugzeug stetig voran. Wie ein rauschender Wasserfall, denkt sie und fällt langsam in einen Schwebezustand zwischen Wachsein und Schlaf. Bilder tauchen in ihr auf, von Simon, Anna, Luise und Johannes, von ihren Eltern und von Rosi, Heinz, Johanna und Franz. Welch eine Freude, denkt sie, dass ich all diese Menschen kenne und von ihnen gehalten werde.
Der kleine Tiger sagt bei Janosch: "Wer einen Löwen zum Freund hat, der muss sich nie fürchten". Sie denkt bei sich: "Wer so viele Menschen hat wie ich, der muss sich erst recht nicht fürchten. Sie ahnt etwas, aber spürt nicht mehr die totale Zerstörung ihrer Umgebung. Sie gleitet voller Freude und voller Hoffnung auf ihrem Gedankenfloss hinaus in die Unendlichkeit des Lebens. Ein Fisch, so sagt man, kann in allen Gewässern schwimmen.
Überall, grenzenlos.

Gerda
Genau elf Jahre vor ihr wurde Adele geboren. Ob sie auch einmal so berühmt wird wie sie? Aber eigentlich möchte sie nicht berühmt werden. Berühmt sein ist anstrengend, an allen Extremen schnuppern und knabbern, ein dauerndes Auf und Ab.
Es ist ein mystischer Tag, der 14.Mai. Und es sind nur noch 3 Wochen bis zu ihrem 16. Geburtstag. Sie ist glücklich, sie fühlt sich frei und schwebt in den Wolken. Nicht nur bildlich gesprochen, sondern auch tatsächlich. Das Flugzeug schwebt durch die Wolken und sucht sich seinen Weg. So wie sie sich auch immer ihren Weg suchen muss. Sie denkt an ihre Eltern und an ihre beiden Geschwister, Jaqueline und Kai. Die sind zu Hause, aber sie kann durch die Luft schweben. Ihr erster langer Flug, etwas sehr Besonderes. Und auch die letzten Tage, sie waren verrückt, alles, was sie alles erlebt hat. Sie blieb dabei immer unerschrocken, geduldig und ruhig. Wer hatte ihr das gesagt. War es Ella? Oder Falko? Oder war es der Junge gestern in Barcelona?

Kapitel 28 - Es ist 10.35 Uhr
Die Flugsicherung Marseille gibt ihre Versuche, den Piloten über den normalen Kommunikationsweg zu erreichen, auf, weil die Möglichkeit besteht, dass die Funkanlage im Flugzeug ausgefallen ist und versuchte es auf der Notfrequenz über 121,5 MHz. Diese Frequenz kann nicht abgeschaltet werden und ist in allen Flugzeugen immer in Betrieb. Auch in diesem Flugzeug ist die Stimme deutlich zu hören.

Der vierte Mann.
Nach neun Eleven wurden die Fluggesellschaften angewiesen, eine zusätzlich Person als Sicherheitsfaktor mit ins Flugzeug zu setzen. Ein Sicherheitsmann im Flugzeug? Welch wunderbare Idee.
Aber nach wenigen Monaten, und Mann für Mann, wurde diese gute Idee verworfen. Schon lange gibt es diese harten Jungs, die sofort eingreifen könnten, wenn Not am Mann ist, nicht mehr in den Flugzeugen. Denn die Airline kann diesen Sitz verkaufen, für 200 Dollar, sechsmal pro Tag. Das sind pro Tag zusätzlich mehr als eintausend Dollar; und bei einhundert Flugzeugen macht dies pro Tag mehr als einhunderttausend Dollar aus. Das sind die nackten Zahlen. 100.000 Dollar pro Tag?
Also weg mit dem Sicherheitsmann!
In den USA gab es in der Schule, in der das 18.Schulmassaker im Februar 2018 passierte, einen Sicherheitsmann. Und was machte dieser Sicherheitsmann, als er die Schüsse aus einer halbautomatischen Waffe hörte? Er verschwand sofort von der Schule, ging nach Hause und kündigte seinen Job. Vielleicht war dies den Fluggesellschaften auch klar, als sie ihre Sicherheitsleute Mann für Mann entliessen? Warum einen Mann bezahlen, der im Notfall doch nur tatenlos herumsitzt?

Kapitel 30 - Die Zeit
Die Zeit gehört systemisch zur Physik. Sie hat jedoch, anders als alle anderen physikalischen Abläufe, eine unumkehrbare Richtung. Niemand kann die Zeit zurückdrehen, sondern die Zeit entwickelt sich immer nur in eine Richtung, tik, tak, vorwärts, vorwärts, vorwärts. Das ist die Wahrheit.
Doch auch diese Wahrheit kann nicht richtig sein, da alles im Leben dual ist, hoch und runter, gross und klein; aus diesem Grunde muss die Zeit auch eine zweite Seite haben.
Warum?
Weil alles im Leben zwei Seiten haben muss, oben und unten, links und rechts. Und jedes Vorwärtsgehen bedingt, dass es auch rückwärts gehen muss. Das hat auch Albert Einstein mit seiner Relativitätstheorie festgestellt. Alles, wirklich alles in unserem Universum, ist dual. Dies bedeutet, dass auch die Zeit eine zweite Seite haben muss. Und dies würde bedeuten, dass die Zeit, die immer nur vorwärts strebt, auch das Gegenteil in sich haben muss. Und das Gegenteil von Vorwärtsstreben müsste ein Rückwärtsstreben bedeuten.
Gehört die Zeit also nicht in den physikalischen Bereich?
Doch dass die Zeit auch dual funktioniert, erkannte erst der geniale Wissenschaftler Stephen Hawkins. Er bewies, dass auch die Zeit in einem Kreislauf agiert. Doch davon später mehr.
 Aus philosophischer Sicht ist die Zeit der Baustein, der die Gegenwart zur Zukunft geleitet. All das, was jetzt, in diesem Augenblick, passiert, gehört schon der Vergangenheit an, sobald du darüber nachdenkst. Und manchmal ist die Zeit eine feste Grösse, manchmal ist sie dehnbar und in der Relativitätstheorie wird sie sogar zu einer eigenen Dimension. Mit Hilfe der Zeit ist es auch möglich, Dinge, Materie, Gedanken zu konservieren oder etwas aus der Vergangenheit sichtbar zu machen. Beispiele dazu finden wir überall: Eine Sonne, irgendwo in einem Universum, explodiert und verlöscht. Die Sonne ist tot, verbrannt, explodiert, zu Staub zerfallen. Aber die Strahlen der Sonne, das Licht, welches noch kurz zuvor geleuchtet hat, wandert unendlich weiter. Wir auf der Erde empfangen Lichtwellen von Sternen, die schon seit Jahrhunderten erloschen sind. Und wenn wir die letzten Strahlen nicht empfangen, dann müssen wir nur weiter abwarten, bis die Wellen erneut auf unseren Planeten prallen. Alles befindet sich im Fluss, in einem immer wiederkehrenden Kreislauf.

 Es ist 10:37 Uhr.
Zum wiederholten Mal fordert der draussen stehende Pilot den Copiloten auf, die Tür sofort zu öffnen.
Jetzt geht es wieder um die Zeit. Sein oder Nichtsein. Wer entscheidet das? Eine Passagierin stellte am Airport fest, dass sie ihren Ausweis im Haus ihrer Gasteltern vergessen hatte. Wäre das Flugzeug pünktlich abgeflogen, hätte dieses Mädchen mit der nächsten Maschine fliegen müssen.
Und was nicht jeder weiss: auch die Zeit wird der physikalischen Seite zugeordnet. So gibt es also neben den anderen physikalischen Grössen wie Turbinen, Gewicht und Geschwindigkeit auch die Zeit als physikalischen Faktor.
Zur richtigen Zeit am falschen Ort. Oder zur falschen Zeit am richtigen Ort. Wie man es auch dreht und wendet: alle Passagiere sind zu dieser Zeit an diesem Ort. Das ist die Wahrheit, die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Es ist auch unerheblich, dass die Zeit oben im Flugzeug anders tickt, als unten am Erdboden, weil sie, langsam oder schnell, immer weiter ihrer Bestimmung entgegen strebt.
Es gibt die Vergangenheit, es gibt die Gegenwart und es gibt die Zukunft. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass beim Air-France-Flug 447 von Rio de Janeiro nach Paris, am 31.Mai 2009, ein französisches Gericht entschieden hat, dass den Angehörigen eines Passagiers 20.000 Euro Entschädigung zustehen. Ein brasilianisches Gericht entschied im gleichen Fall, dass den Angehörigen einer Passagierin rund 840.000 Dollar zustehen.

Es ist 10:38 Uhr
Zum wiederholten Mal forderte der draussen stehende Pilot den Copiloten auf, die Tür sofort zu öffnen. Der Pilot wartet und wartet. Hat auch er plötzlich ein anderes Zeitgefühl? Er erinnert sich an einen Bekannten, der nach der Einnahme von Drogen im Auto plötzlich bemerkte, dass die Häuser und Gebäude an ihm mit unvorstellbarer Geschwindigkeit vorbeirasten. Nach einem Blick auf den Tachometer sah er die tatsächliche Geschwindigkeit: zwanzig Stundenkilometer. Durch den Drogeneinfluss war seine Wahrnehmung total verändert, so dass er doppelt so viele Bilder aufnahm wie im nüchternen Zustand. Hat der Copilot vielleicht Drogen genommen?
Dann schaut er sich um, sieht einen Feuerlöscher. Er hat in einem Film gesehen, wie ein Polizist einen Feuerlöscher nimmt und damit eine Tür mit Gewalt öffnet. Also greift er sich den Feuerlöscher und schlägt damit zu, einmal, zweimal, mit voller Kraft gegen die Cockpit-Tür.

Saaba
Die Chinesen sagen, alle sieben Jahre verändert sich der Mensch. Saaba hat die ersten beiden Stufen, sieben Jahre als Kleinkind und sieben Jahre als Schulkind, erlebt. Und jetzt ist sie in der dritten Dekade, auf dem Weg zu einer Frau. Ein wohliger Schauer durchdringt sie, ein neues Abenteuer erwartet sie, grösser, als all das bisher Erlebte. Sie schliesst ihre Augen und gibt sich diesem Gefühl hin. Sie freut sich auf diese ganz neue Erfahrung, die ihr zart angekündigt wird. Ein neues Abenteuer, gross und unbekannt, aber voller Freude und Lebenslust.
Sie lächelt und lässt all das geschehen, was auf sie zukommt und was Veränderungen schafft.
Sie ahnt: das gehört auch zum Leben.

 

 

 

 

 

 

 

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